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Archimedes und sein Prinzip

Das Archimedische Prinzip nach Erwin

Die wahre Geschichte von Archi, Drachen, Überschwemmungen und einem Brummschädel nach einer temporären Amnesie, Elefanten und Goldkronen.

jaja, der gute alte Archi, dem ist ja schon viel nachgedichtet worden. Weil, der hat das Archimedische Prinzip gemacht, der alte Grieche. Wobei, die Geschichten, die da immer erzählt werden, von wegen der Krone und so, die sind ja nich ganz richtig. Deshalb erzähl ich euch das jetzt mal so, wie’s Erwins Vorfahren (ich will hier mal nich die ganzen ur’s aufzählen) überliefert haben – im überliefern sind wir ja groß, vor allem wenn wir ne entscheidende Rolle dabei spielen.

Und das Prinzip, naja, das müssen wir kennen wenn wir abtauchen wollen, tief unter Wasser, und mit Wasser hat die Geschichte von Archi auch zu tun.
Aber lest selbst ...

 

Archi und Erwikules - das Traumpaar
Da gab’s also mal einen Archi, und es gab den Erwikules, das war mein ururur…-Ahn, der hat sich beim Archi eingenistet. Und dann gab’s da auch noch den Drachen – nu gut, also eigentlich Frau Archi, aber wenn ihr sie gekannt hättet, dann würdet ihr euch nie mehr vor echten Drachen fürchten.

Der Drache
Archis Hausdrache hat ihm also ziemlich zugesetzt – und das auch in unserer Geschichte.

Das Bad und die Überschwemmung
Da gönnte sich der Archi also eines Tages, nach langem Schuften und total verschwitzt, ein Bad in seinem Zuber. Der, das müsst ihr wissen, stand mitten in der guten Stube. Archi also das Teil randvoll mit Wasser gefüllt, ein wenig Olivenöl dazu, während das Schrapnell schon hinter der Tür lauerte, hatte gerade nen Anfall von Putzwut hinter sich und die ganze Bude geschrubbt. Und unser Archi in die Wanne, Erwikules flüchtet schon böses ahnend, das Wasser schwappt durch die Stube, der Drache schießt aus seinem Versteck hervor, schnappt sich zeternd das Nudelholz und fängt an den unglücklichen Archi zu verbläuen – der flüchtet, nackig wie er is, durch das Dorf, die Alte keifend hinter ihm her, Erwikules im Schlepptau (der musste ja alles protokollieren).
Und inner Panik hatter dann Hilfe Hilfe geschrien, und die Alte: ich krieg ihn, und dann: ich hab ihn, und das hat sich dann angehört wie Heureka, und damit isser bekannt geworden.

Als dann Archi wieder zu sich kam, nach – das wusste er aber im Moment gar nicht – einem ordentlichen Treffer auf den Hinterkopf - was aber die sprichwörtliche Wirkung mit sich brachte, das zeternde Schrapnell neben sich, da hatte er erst mal nen Brummschädel. Etwas später kehrte dann die böse Erinnerung an die Geschichte zurück, nachdem die temporäre Amnesie langsam der Erkenntnis wich.

Ja nun, da hat sich der Archi, war wirklich ‘n helles Köpfchen, fast so wie unsereins, mal langsam gefragt nach dem warum – und, aufgepasst, der Erwikules hat ihm dann auf die Sprünge geholfen – hat ihm geflüstert, das, als er mit der fetten Wampe, also der Archi, nich der Erwikules, unsereins is nich fett, mag das nur, als der also mit der Wampe in den Bottich gestiegen ist, da is die Brühe übergeschwappt und hat die Stube unter Wasser gesetzt – den Rest kennen wir ja.

Archis Prinzip nimmt Formen an
Der Archi, nich dumm, hat sich überlegt, wenn die Brühe überschwappt beim reinsteigen, dat se das vielleicht nich mehr macht, wenn der Bottich nich ganz voll is. Hat also beim nächsten Mal, weil auf sein Bad wollt er nicht verzichten, hat also den Zuber nur halb gefüllt, und die Alte, schon wieder in Lauerstellung, hatte das Nachsehen – Archi aber auch, weil er nur halb im Wasser saß. Also finger an zu experimentieren bisser die richtige Menge Wasser drin hatte – und hat natürlich auch überlegt wie das so kam, und da hat der Erwikules, der Kluge eben, ihm mal zugeflüstert, dass da genauso viel Wasser rausschwappt wie seine Wampe dick is. Und da kam dann die Erleuchtung, dat Licht ging an in der Birne, und der Archi hat gestrahlt wie wenner tausend-Watt eingeschraubt hätte.

Archi und die Krone und die Erkenntnis
Und Archi, ein ganz cleveres Kerlchen hat jetzt nix besseres zu tun, als seinem Kumpel, dem Hieron, zu der Zeit hatter sich König genannt, die Story und seine tolle Erkenntnis zu erzählen, abends inner Dorfkneipe. Der Hieron, son ganz verschlagener, hat sich da gedacht – Holzauge sei wachsam, hatter gedacht – dat kann ich doch ausnutzen. Der hatte sich nämlich ne Goldkrone basteln lassen – die Könige sind da sehr eitel gewesen zu der Zeit – und der Geck hat sich nu gedacht, das der Goldschmied in bestimmt verscheissert hat und die Krone nich so ganz aus echtem Gold sei. Und da hatter den Archi gefragt, ob denn das übergeschwappte Wasser jetzt genauso viel wie seine (Archis) Wampe gewesen sei. Jaja, hat der geantwortet, du mit deiner Specktrommel vor dir, du darfst da noch weniger Wasser reinfüllen, weil das is dein Umfang, der das überschwappen lässt. Nimm mal nen Elefant und schrumpf ihn ein wenig auf deine Größe, der is ja viel schwerer wie du, aber mehr Wasser schwappt bei dem auch nich raus – und da war’s also, das Archimedische Prinzip! Es schwappt genauso viel Wasser aus dem Zuber, wie die Wampe dick is, die sich da reinsetzt. Mit der Zeit is das mal anders formuliert worden, und heute sagt man: ein Körper verdrängt genau so viel Wasser, wie seinem eingetauchten Volumen entspricht – is aber das Gleiche - und bei dem Volumen oder auch dem Inhalt, da muss ich immer an den leckeren saft denken.

Und so richtig bekannt geworden is die Geschichte, weils dem Goldschmied an den Kragen ging, der hat den Hieron nämlich wirklich bescheissert – und Erwikules hats rausgefunden, auch wenn Archi den Ruhm geerntet hat.

Epilog
Der Drache wurde übrigens in Asyl geschickt, hat Archi von der Kohle gemacht, die Hieron ihm zugesteckt hat nachdem er den Goldschmied ausgenommen hatte …

Und Erwikules hat sich dann zusammen mit seinen Cousins und Cousinen am Goldschmied verlustiert, nachdem der gut abgehangen und so richtig schön saftig geworden war.

 

Viel Spass auch noch unter Wasser
wir sehn uns bestimmt wieder

 

 

 

Gelesen 2369 mal Letzte Änderung am Dienstag, 20 November 2012 16:57